Tine

Januar 2017

Hallo, ich bin Tine und 29 Jahre alt.

Zu meiner Schulzeit war ich sehr schüchtern und introvertiert. Wurde auch von zeit zu zeit immer mal wieder gemobbt. Ich War wegen meiner Schüchternheit nicht sehr beliebt und ein leichtes opfer für mobbing. Bei mir fing das Haare ausreißen 2003, mit 16 jahren an. Danals hat meine Mutter mir die spitzen geschnitten. Sie ist keine Friseurin und daher war es dann etwas schief.und so fing ich an mir an den haaren zu reißen. So entstanden langsam immer mehr kahle stellen am kopf. :( Ein jahr später hatte ich eine grössere kahle stelle am kopf. Die wurde von meinen Mitschülern leider auch leider entdeckt und schon hatten sie wieder einen grund mich zu mobben :'( Seit dem hab ich mal mehr und mal weniger gerissen. Zwischenzeitlich sogar komplett reißfrei. Aber momentan reiße ich wieder oft am hinterkopf. Das geht auch schon wieder einige jahre so. Besonders habe ich es auf rauhere haare und die dunkleren kürzeren an meinem Ansatz angesehen. Wenn ich ein "falsches" erwische reiße ich es zunächst durch und schneiße es weg. Wenn ich die "richtigen" erwische behandle ich sie oft wie Trophäen und hebe sie auf. Aber wenn ich die kahlen stellen sehe frage ich mich warum ich das mache und ärgere mich tierisch über mich selbst. Denn eigentlich liebe ich meine langen blonden haare so sehr :( sie könnten so viel dicker sein wenn ich nicht reißen würde. Friseurbesuche unternehme ich so selten wie möglich weil es einfach so unangenehm ist auf die kahlen stellen angesprochen zu werden. Von meiner Familie werde ich nicht ernst genommen. Ich soll doch einfach damit aufhören... das täte ich sofort wenn ich könnte! Sie sagen eher dass ich bescheuert wäre. Bei stress, kummer, Nervosität und Anspannung ist es mit dem Haare ausreißen am schlimmsten.

Ihr könnt meine Geschichte auf eurer website gerne veröffentlichen :)
Liebe grüße Tine

P.s. habe auch noch eine Facebook Gruppe:
Facebook-Gruppe Trichotillomanie